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productions:  B a u s t e ll e n

… weil, wie gesagt, der freie Gebrauch des Eigenen das Schwerste ist.

Hölderlin 1801 in einem Brief an seinen Freund Böhlendorff

Eine Edition von Texten

Umschlagentwurf

Umschlagentwurf: Sylvia Weber

Baustelle 1

Hyperion

Von Friedrich Hölderlin

Die Bühnenfassung von Christian Ebert und Michael Weber

Mit Beiträgen von Claudia Grist, Knut Folkerts, Heinz Fast und Michael Weber, sowie einem Song von Peter Grund

Für einen Schauspieler und einen Musiker

Uraufführung: Deutsches Schauspielhaus in Hamburg, 1999

89 Seiten

Hölderlins erster und einziger Roman, geschrieben in zwei Teilen, erschienen 1797 und 1799

Mit Hölderlin fing es an. Sein Briefroman Hyperion war uns, wie seine ganze Dichtung, als unangenehme Schullektüre, schwierig, dunkeldeutsch und voll unverständlichem Pathos in Erinnerung. Wir waren allen Deutsche-Klassiker-Besserwissern auf den Leim gegangen, die so einen Autor für sich vereinnahmen und dazu raunen: »Jaja, Genie und Wahnsinn!« Alles Quatsch! Statt dessen: »Leben, Aufbruch und Scheitern.« Als wir vor einigen Jahren, angestoßen durch Äußerungen von Hanns Eisler und Pierre Bertaux über Hölderlin, mehr über dessen privates und politisches Scheitern als deutscher Jakobiner erfuhren, war Hyperion plötzlich ein anderer, ein aktueller Text. Es gibt für uns bis heute keine dichterisch klarere Analyse des deutschen Leid-Wesens und keinen wütenderen Angriff dagegen als z.B. das vorletzte Kapitel dieses Romans: »So kam ich unter die Deutschen. Barbaren von Alters her …«

Baustelle 2

Der Hanullmann

Ein Einmannstück von Christian Ebert

39 Seiten

Uraufführung: Schauspielhaus Bochum, 1986

Die Modellbahnanlage als Welterklärungsmodell. Ein zwanghafter Hobby-Eisenbahner zerstört mit deutscher Gründlichkeit seine geliebte Modellbahnanlage und offenbart den Grad seiner eigenen gründlichen Zerstörung.

Baustelle 3

Spielverderber

Ein Stück für vier Schauspieler von Andrea Werner, Andreas Grothgar, Christoph Finger und Michael Weber

89 Seiten

Uraufführung: Hamburg, 1989

Ein fünfaktiges Versdrama über den Wunsch, einmal im Fernsehen zu sein, egal wie, und die tödlichen Intrigen der Machtpolitik, die dieses Medium für sich benutzt. 1988 von vier Schauspielern in Hamburg entwickelt – Barschel war schon vorbei, das Marlboro-Abenteuer-Team gab es bereits, aber Möllemann, Big Brother und das Dschungelcamp sollten erst noch kommen.

Baustelle 4

Hanky Panky Punk Bird

Songs by Peter Grund

52 Seiten

Texte der Hamburger Punkband Big Balls and the Great White Idiot aus zwanzig Jahren Punkgeschichte. Ein Lyrikband inklusive Diskographie.

Baustelle 5

Maskerade

Drama von Michail Lermontow, ins Deutsche übertragen von Frank-Patrick Steckel, mit einer Bühnenkomposition von Dirk Raulf

105 Seiten

Deutsche Erstaufführung: Schauspiel Frankfurt, Frankfurt am Main, 2003

Geschrieben 1835 vom einundzwanzigjährigen Michail Lermontow, der sechs Jahre später in der Verbannung auf Veranlassung des zaristischen Zensors im Duell ermordet wird. Ein Spielerdrama, in dem Liebe, Vertrauen, Freundschaft, Ehre nur noch an einem gemessen werden: Was bringt’s ein? Risiko, Einsatz, Gewinn und Ruin – die Welt, die sozialen Beziehungen als monströse Pokerrunde – und natürlich gibt es nur Verlierer. Ein Zeitstück in einer Welt der Global Players, 2003 in Frankfurt in Deutschland erstaufgeführt, in neuer und derzeit einziger greifbarer Übersetzung.

Baustelle 6

Herzlichen Glückwunsch

Ein Stück von Christoph Finger

59 Seiten

Frei zur Erstaufführung

Eine deutsche Familienkomödie. Unermüdlich und mit aller Anstrengung versuchen drei Brüder mit ihren Frauen am siebzigsten Geburtstag der Mutter die Reste einer »Geborgenheit im Familienkreise« aufrechtzuerhalten, die es niemals gegeben hat.

Baustelle 7

Die Möwe

Komödie von Anton Tschechow, ins Deutsche übertragen von Frank-Patrick Steckel

81 Seiten

Deutsche Erstaufführung der Übersetzung: Theater am Turm in Frankfurt am Main, 2000

Die Möwe von Anton Tschechow in einer neuen Übersetzung. Auch ein russischer Klassiker – das Theaterstück über das Theater und die, die es machen.

Baustelle 8

Die Wolke Wolfgang

Eine Kindergeschichte mit Bildern. Von Michael Weber

62 Seiten

Sonderausgabe in Großformat und Hardcover

Baustelle 9 – in Vorbereitung

Martha

Martha Ihde

Martha Ihde und Christoph Finger

Ein Roman von Michael Weber

226 Seiten

Umschlag: Celina Jure und Martín Mele

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem LAIKA-Verlag

Hamburg Sankt Pauli in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Außerdem war da die undeutliche Ahnung, daß Menschen wie Martha auch und besonders im nachhinein gar kein beschreibbares Leben, gar keine Geschichte zugestanden wird, wie diesem ganzen Stadtviertel nicht, das sich nicht einmal selbst als Ort von Geschichte versteht, sondern meint, sich als eine Art Sex-Disneyland und Obsessionen-Durchlauferhitzer, vergangenheits- und zukunftslos, verkaufen zu müssen. Der Roman berichtet vom Leben und Sterben der Martha Ihde auf Sankt Pauli, wie es der junge Erzähler, ein Neuling im Viertel, miterlebt. Und seitdem kann ich genauer benennen, was mich mit Martha verbindet: Diese Lücke, diese Anmutungs-Leere. Denn Martha war die personifizierte falsche Anmutung – sozusagen Tiefstand auf dem Anmutometer. Und vom Leben des Erzählers, soweit seine sechzigjährige Nachbarin Martha daran teilnimmt.

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Der Erlös wird, dem Underdogma folgend, ausschließlich für Black Trash Projekte verwandt.

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Kunst am Bau

Satz Christian Ebert
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Korrektorat Tarzisius Koch